Naturstoffsynthese
Naturstoffe zeichnen sich im Unterschied zu rein synthetischen Substanzen durch ein überdurchschnittlich häufiges Auftreten biologischer Aktivität aus. Auf der anderen Seite haben es Naturstoffe bis zu einer kommerziellen Entwicklung als Pharmazeutikum oder Pflanzenschutzmittel besonders schwer, da sie oft über komplexe Strukturen, ungünstige physikochemische Parameter oder unzureichende Stabilität verfügen.
Trotz der rasanten Entwicklung der Festphasensynthese über die vergangenen Jahre hinweg stellen Naturstoffsynthesen an der festen Phase nach wie vor eine Ausnahme dar. Dies ist umso bedauerlicher, da gerade bei längeren Synthesequenzen die Vorteile der Festphasensynthese wie geringerer Trennaufwand, und breite Variierbarkeit der Substituenten besonders zum Tragen kommen.
Ziel
der eigenen Arbeiten ist, für die aufgeführten Naturstoffe ein breit
einsetzbares Methodenarsenal an der festen Phase zu entwickeln. Neben der
eigentlichen Synthese stehen auch kleinere kombinatorische Bibliotheken
vereinfachter Naturstoffanaloga im Zentrum des Interesses. Unabdingbare
Voraussetzung für eine Festphasensynthese ist zunächst einmal eine gut
funktionierende Lösungssynthese, die als Vorbild für die Festphase dienen
kann.
